Archiv für März 2011

pläne 2011

in new york etsy besuchen und scott matthew, ausserdem die stadt-imker und das restaurant, das seine lebensmittel per hydro-kultur auf dem eigenen dach anpflanzt. und matt finden, twinkie und steven kent jusick, die leute von vor zehn jahren, auf der williamsburg bridge die stelle finden, wo ich das erste mal in meinem leben wegen alkohol gekotzt habe, wo ich den ersten turm habe fallen sehen, vielleicht wohnt rodrigo noch in unserer wohnung? und das leo baeck institute besuchen. samira? yvonne ng?
in vermont von rik palieri songwriting erklären lassen, seine frau marianna zu bienen und ms befragen und zum grab meiner tante christel gehen.
in ottawa julie besuchen, die mir vor 14 jahren beigebracht hat, das wort „okay“ als gebeugtes adjektiv zu benutzen (beispiel: „das ist schon ein ziemlich okayer film“).
in toronto durch die neighbourhoods streichen, im green room abhängen, falls es den noch gibt, oder in der future bakery, über die bloor street west schlendern. ist paul kendal jetzt gewerkschafter? verkauft bonte minnema noch tierversicherungen in oakley? ist julie garro mehr journalistin oder burlesque-tänzerin geworden? und maggie, allison, erin, mez, denise, brian, carly, biljana, timothy_j, ginny?
in st. paul bei meiner kusine maike abhängen, mir ihren privatzoo erklären lassen.
in ohio (?) unter irgend einem vorwand joey goebel treffen und in gespräche verwickeln.
in austin die brücke besuchen, unter der die fledermäuse leben.
in oakland meine freundin amanda besuchen, die jetzt kangs heißt und sozialarbeiter ist. mit unserer band cuddle dreams on wheels‘ first baptist church ein oder zwei konzerte spielen.
meine tante/cousine heidi besuchen, vielleicht noch ihren bruder, den ich gar nicht kenne.
in san francisco abhängen, nach tipps von krill tause.
in honolulu monster und thirsty treffen, die heute auch anders heißen, an new york erinnern.
dann nach vietnam.

spirou ♥ fantasio?

ein wochenende zeit, comic-edition der sz angekommen, aber dann tatsächlich noch einen haufen von spirou+fantasio-comics ausgeliehen, der erstmal sticht: die neuen, gemalt von schwartz&yann bzw. morvan&munuera. gerade bei letzteren bekommt die freundschaft von spirou und fantasio einen ziemlich homo-erotischen unterton: sie wohnen zusammen, kleiden sich jugendlich-top-modisch (spirou als nicht mehr ganz junger early adopter) bzw. bewusst altmodisch (fantasio), und sie benehmen sich wie ein altes ehepaar, als sie verreisen wollen: das „wir“ steht klar im vordergrund gegenüber einem „ich und er“ („zu den ursprüngen des z“):

sie sind auffällig touchy („zu den ursprüngen des z“)…

…und geraten in situationen, die nicht mehr als homosozial verharmlost werden könnten („flut über paris“):

sogar in einem band aus der feder von schwartz&yann werden spirou und fantasio ganz natürlich von einem frittenverkäufer als flirtendes schwules pärchen wahrgenommen („operation fledermaus“):

auch indizien für heterosexuelles verhalten finden sich: in „zu den ursprüngen des z“ knutscht spirou mit steffani, wenn auch aus einer notlage heraus. später tritt er als ergrauter ehemann von miss flanner auf, wobei das auch quasi eine notlage ist, möglicherweise zwangsheterosexualität, weil er 30 jahre von fantasio getrennt war. das ließe sich also noch erklären, in „operation fledermaus“ scheitern solche wohlmeinenden rechtfertigungsversuche jedoch angesichts der eindeutigkeit der darstellungen: spirou verliebt sich in ein mädchen und will ihr blumen bringen, fantasio landet sogar mit einer frau im bett – wobei an dieser stelle gesagt werden muss, dass „operation fledermaus“ auch in anderer hinsicht aus dem üblichen spirou-rahmen fällt: die story (die auch nicht in die normale spirou-zählung aufgenommen ist, sondern als „spezial“ firmiert) spielt im von den nazis besetzten brüssel der frühen 40er, leute sterben bzw. werden umgebracht, und sogar spirou himself tötet ein paar nazi-soldaten. letztere details und der ernste hintergrund machen „operation fledermaus“ wesentlich gehaltvoller und damit lesenswerter im vergleich zu den anderen.