Archiv für November 2010

dan zadra

„no one can go back and make a brand new start, my friend, but anyone can start from here and make a brand new end.“
dan zadra

kurkow update

ok. ich hab das buch doch lieben gelernt.

der wahnsinn

Ok, ich hab viel zu meckern an diesem Trip bisher. Wetter mies (Schmuddelregen wie in Berlin), keine anständige Information für uns, z.B. vergisst man Teile der Gruppe zum Einstiegs-Abendessen einzuladen, wir werden auf einer Pressekonferenz abgeladen, wo nur zwischendurch ein bisschen übersetzt wird, aber die Leute auch nicht wissen, was sie mit uns anfangen sollen. Das im Parque de las Ciencas, einer Art Museum für Verkehr und Technik, ist ok, aber nicht der Grund, warum wir hier sind. Das ist die Alhambra, in der wir wegen dem nochmal verlängerten Aufenthalt im Technik-Museum nur anderthalb Stunden Zeit haben, obwohl man mindestens drei bräuchte, wie unser Guide betont.

Also werden wir durch die Mauren-Burg gejagt, stets in riesiger Gruppe und flankiert von mehreren Betreuern, die aufpassen, dass wir keine Rucksäcke auf dem Rücken tragen und nicht mit Blitz fotografieren. In einem bestimmten Raum sind Löwen-Springbrunnen aufgestellt, von denen der Guide erzählt, dass früher die Eltern ihre Kinder drauf reiten ließen. Nun passen vier Sicherheitsleute zum Teil mit Schlagstöcken auf, dass nicht fotografiert wird, und wer auch nur die Kamera in der Hand hält, wird angeraunzt. Wenig später plaudert der Guide, er wisse auch nicht, warum das so sei, vermutlich weil man die neuen Postkarten besser verkaufen wolle.

Aber anyway, meckermecker, ABER: Die Alhambra ist das alles wert. Viel beschrieben und fotografiert, ein Touristenmagnet wie in Deutschland Neuschwanstein und Gedöns, aber: der Wahnsinn. Düstere Gewölbe mit immer anderen verwirrenden Filigran-Mustern an den Wänden (Darstellungen von Mensch und Tier sind nach dem Koran (?) verboten), dann lichte Höfe mit schlichten Springbrunnen, glatten Wasserflächen und exakt geschnittenen Hecken, noch mehr Räume mit noch mehr Mustern, auch an der Decke, noch mehr Höfe, teilweise Stockwerke tief und mit Bäumen drin. Faszinierend.

schade, andrej kurkow, aber auch schön

„die letzte liebe des präsidenten“ halb durch, und nur mühsam langsam beginnt das buch zu fesseln. durchbeissen, wegen guter empfehlungen. wirklich schade, denn es ist schön geschrieben. sehr schön, wirklich. nikolaj gogol hätte sich gefreut. michal hvorecky tut es hoffentlich auch.

Kolja Lwowitsch verließ den Raum und kam gleich wieder rein, diesmal schon mit dem russischen Botschafter. Da hatte ich meine zehn Minuten! Zur Zeit war Poljarkowski Botschafter, ein ‚degradierter‘ Oligarch. Früher hatte er alles in Reichweite unter sich zusammengescharrt, so lange, bis der russische Präsident alles Angesammelte unter ihm hervorscharrte und ihn vor die Wahl stellte: Emigration oder Dienst zum Wohl des Vaterlandes. Jetzt scharrte Poljarkowski wieder alles zusammen, nicht für sich, sondern für Rußland. Er mischte sich ständig in unsere Wirtschaft ein, aber dagegen konnte man tatsächlich nichts tun. Nur formal war es ja unsere Wirtschaft, das hieß, Ukrainer bedienten sie, aber gehören tat alles Rußland, Deutschland, Litauen und Zypern.
(Andrej Kurkow: Die letzte Liebe des Präsidenten, Diogenes, S. 210)

Venedig. Eine Straße

[via]

Dritter Aufzug

Erste Szene

Venedig. Eine Straße

Solanio und Salarino treten auf

Solanio.
Nun, was gibt’s Neues auf dem Rialto?

Salarino.
Ja, noch wird es nicht widersprochen, daß dem Antonio sein Schiff von reicher Ladung in der Meerenge gestrandet ist. Die Goodwins, denke ich, nennen sie die Stelle: eine sehr gefährliche Sandbank, wo die Gerippe von manchem stattlichen Schiff begraben liegen, wenn Gevatterin Fama eine Frau von Wort ist.

Solanio.
Ich wollte, sie wäre darin eine so lügenhafte Gevatterin, als jemals eine Ingwer kaute oder ihren Nachbarn weismachte, sie weine um den Tod ihres dritten Mannes. Aber es ist wahr – ohne alle Umschweife, und ohne die gerade, ebne Bahn des Gespräches zu kreuzen – daß der gute Antonio, der redliche Antonio – o daß ich eine Benennung wüßte, die gut genug wäre, seinem Namen Gesellschaft zu leisten! -

Salarino.
Wohlan, zum Schluß!

Solanio.
He, was sagst du? – Ja, das Ende ist, er hat ein Schiff eingebüßt.

Salarino.
Ich wünsche, es mag das Ende seiner Einbußen sein.

Solanio.
Laßt mich beizeiten Amen sagen, ehe mir der Teufel einen Querstrich durch mein Gebet macht; denn hier kommt er in Gestalt eines Juden.
Shylock kommt.
Wie steht’s, Shylock? Was gibt es Neues unter den Kaufleuten?

Shylock.
Ihr wußtet, niemand besser, niemand besser als Ihr um meiner Tochter Flucht.

Salarino.
Das ist richtig; ich meinerseits kannte den Schneider, der ihr die Flügel zum Wegfliegen gemacht hat.

Solanio.
Und Shylock seinerseits wußte, daß der Vogel flügge war; und dann haben sie es alle in der Art, das Nest zu verlassen.

Shylock.
Sie ist verdammt dafür.

Salarino.
Das ist sicher, wenn der Teufel ihr Richter sein soll.

Shylock.
Daß mein eigen Fleisch und Blut sich so empörte!

Solanio.
Pfui dich an, altes Fell! bei dem Alter empört es sich?

Shylock.
Ich sage, meine Tochter ist mein Fleisch und Blut.

Salarino.
Zwischen deinem Fleisch und ihrem ist mehr Unterschied als zwischen Ebenholz und Elfenbein, mehr zwischen eurem Blute als zwischen rotem Wein und Rheinwein. – Aber sagt uns, was hört Ihr: hat Antonio einen Verlust zur See gehabt oder nicht?

Shylock.
Da hab ich einen andern schlimmen Handel: ein Bankerottierer, ein Verschwender, der sich kaum auf dem Rialto darf blicken lassen; ein Bettler, der so schmuck auf den Markt zu kommen pflegte! Er sehe sich vor mit seinem Schein! Er hat mich immer Wucherer genannt – er sehe sich vor mit seinem Schein! – er verlieh immer Geld aus christlicher Liebe, – er sehe sich vor mit seinem Schein!

Salarino.
Nun, ich bin sicher, wenn er verfällt, so wirst du sein Fleisch nicht nehmen: wozu wär es gut?

Shylock.
Fische mit zu ködern. Sättigt es sonst niemanden, so sättigt es doch meine Rache. Er hat mich beschimpft, mir ’ne halbe Million gehindert; meinen Verlust belacht, meinen Gewinn bespottet, mein Volk geschmäht, meinen Handel gekreuzt, meine Freunde verleitet, meine Feinde gehetzt. Und was hat er für Grund! Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muß seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache. Die Bosheit, die ihr mich lehrt, die will ich ausüben, und es muß schlimm hergehen, oder ich will es meinen Meistern zuvortun.

Ein Bedienter kommt.

Bedienter.
Edle Herren, Antonio, mein Herr, ist zu Hause und wünscht euch zu sprechen.

Salarino.
Wir haben ihn allenthalben gesucht.

Tubal kommt.

Solanio.
Hier kommt ein anderer von seinem Stamm; der dritte Mann ist nicht aufzutreiben, der Teufel selbst müßte denn Jude werden.

(Solanio, Salarino und Bedienter ab.)

Shylock.
Nun, Tubal, was bringst du Neues von Genua? Hast du meine Tochter gefunden?

Tubal.
Ich bin oft an Örter gekommen, wo ich von ihr hörte, aber ich kann sie nicht finden.

Shylock.
Ei so, so, so, so! Ein Diamant fort, kostet mich zweitausend Dukaten zu Frankfurt. Der Fluch ist erst jetzt auf unser Volk gefallen, ich hab ihn niemals gefühlt bis jetzt. Zweitausend Dukaten dafür! und noch mehr kostbare, kostbare Juwelen! Ich wollte, meine Tochter läge tot zu meinen Füßen und hätte die Juwelen in den Ohren! Wollte, sie läge eingesargt zu meinen Füßen, und die Dukaten im Sarge! Keine Nachricht von ihnen! Ei, daß dich! – und ich weiß noch nicht, was beim Nachsetzen draufgeht. Ei, du Verlust über Verlust! Der Dieb mit soviel davongegangen, und soviel, um den Dieb zu finden; und keine Genugtuung, keine Rache! Kein Unglück tut sich auf, als was mir auf den Hals fällt; keine Seufzer, als die ich ausstoße, keine Tränen, als die ich vergieße.

Tubal.
Ja, andre Menschen haben auch Unglück. Antonio, so hört ich in Genua -

Shylock.
Was, was, was? Ein Unglück? ein Unglück?

Tubal.
Hat eine Galeone verloren, die von Tripolis kam.

Shylock.
Gott sei gedankt! Gott sei gedankt! Ist es wahr? ist es wahr?

Tubal.
Ich sprach mit ein paar von den Matrosen, die sich aus dem Schiffbruch gerettet.

Shylock.
Ich danke dir, guter Tubal! Gute Zeitung, gute Zeitung! – Wo? in Genua?

Tubal.
Eure Tochter vertat in Genua, wie ich hörte, in einem Abend achtzig Dukaten!

Shylock.
Du gibst mir einen Dolchstich – ich kriege mein Gold nicht wieder zu sehn – Achtzig Dukaten in einem Strich! achtzig Dukaten!

Tubal.
Verschiedene von Antonios Gläubigern reisten mit mir zugleich nach Venedig; die beteuerten, er müsse notwendig fallieren.

Shylock.
Das freut mich sehr! ich will ihn peinigen, ich will ihn martern; das freut mich!

Tubal.
Einer zeigte mir einen Ring, den ihm Eure Tochter für einen Affen gab.

Shylock.
Daß sie die Pest! Du marterst mich, Tubal. Es war mein Türkis, ich bekam ihn von Lea, als ich noch Junggeselle war; ich hätte ihn nicht für einen Wald von Affen weggegeben.

Tubal.
Aber Antonio ist gewiß ruiniert.

Shylock.
Ja, das ist wahr! das ist wahr! Geh, Tubal, miete mir einen Amtsdiener, bestell ihn vierzehn Tage vorher. Ich will sein Herz haben, wenn er verfällt; denn wenn er aus Venedig weg ist, so kann ich Handel treiben, wie ich will. Geh, geh, Tubal, und triff mich bei unsrer Synagoge! geh, guter Tubal! bei unsrer Synagoge, Tubal! (Ab.)

peaches does herself zwo

… und dann gehen wir halt nur zum anschauen hin, am nächsten tag. auf wundersame weise in größerer runde, vielleicht gibt es ja doch noch karten an der abendkasse. letzte vorstellung, deswegen sind die schlangen besonders lang. mein fazit steht schon vorher fest, nämlich dass das hier wieder und wieder aufgeführt werden muss, dass dieses peaches-musical so ein dauerhaftes berlin-ding werden sollte, zu dessen aufführung sich die leute ihren berlin-urlaub buchen werden. jedenfalls die peaches-fans, das fällt mir dann später auf, denn ich bin zwar fan-umfeld mit erweitertem tollfindepotenzial, kenne aber nicht alle platten/songs geschweige denn die texte der songs. das wirkt sich während des musicals etwas negativ aus, weil die handlung halt doch nicht ganz klar wird. angeblich wird peaches im verlauf zu erfolgreich, ihre fans schicken sie in die hölle, dann verliebt sie sich und am ende tanzen alle zu „fuck the pain away“. das ist fast ein spicy-tigers-on-speed-moment, wenn dann alle (also auch die leute, die man normalerweise im theater nicht zu sehen bekommt) die bühne stürmen, peaches in bester stereo-total-manier die leute aus dem publikum auf die bühne zieht. schön. nicht der einzige, und ich greife vor.

wir haben handgeschriebene eintrittskarten, die tatsächlich gelten (btw, die waren nicht von uns handgeschrieben, sondern vom hau, also nix fälschung, falls sich das so anhört hier), quetschen uns in die loge, werden wiederholt aufgefordert, keine sektgläser in den theatersaal einzuführen (gehören die logen zum saal?), dann erscheint anna und bringt mit marga und timi nochmal zwei leute für die loge („hä, wieso seid ihr auf einmal so viele?“), schön, es wird kuschliger und der interne performance-charakter steigt inkl. zwischenrufe. aber das ist hier sowieso kein normales theaterstück, das hatte jemand am vortag bereits geseufzt, weil die leute zu spät kommen (eine pünktlich beginnende party??) und während des stücks den saal verlassen. ich fands nicht so schlimm. und das stück selbst nicht ganz so grandios wie am vortag angedeutet.
wobei, grandios trotzdem immer noch. am anfang sitzt peaches breitbeinig auf einem riesigen bett und hackt auf ihrem keyboard herum, „i‘m sitting in my bedroom“ singend die ersten takte und töne von „set it off“, dann mit „i‘m the kinda“ den text suchend: „i‘m the kinda girl…. i‘m the kinda person“, bis dann eine glitzervulva vom himmel gefahren kommt, ein power-weib entsteigt und sie zurechtweist: „i‘m the kinda bitch, bitch!“ – grandios. wenig später wird klar, dass peaches‘ bett aus schamhaaren besteht, und aus der vulva in der mitte gleiten die zunächst geschlechtslosen tänzer_innen in pinken catsuits. und so geht’s weiter – i‘m not gonna give away all secrets, don‘t worry. vielleicht noch zu sagen, dass die trannymals eigentlich verdammt unauffällig auf der bühne sind, stehen nur dumm rum, aber whatever. es wird übrigens die ganze zeit recht wenig gesprochen, gerade von peaches hört man kein wort – und das ist auch gut so. so wirkt das musical manchmal wie ein großes musikvideo, sowieso gespickt mit verweisen an peaches-videos (von denen man besser ein paar gesehen haben sollte), der luftballonmann taucht ganz kurz auf, irgendwann impersonieren die tänzer_innen je einen peaches-character aus ihren videos, und zum finale mit „fuck the pain away“ – ich erwähnte es bereits – rennen wir natürlich durch irgendwelche geheimtüren auch auf die bühne, anna sagte, das könnten wir machen. yeah. super.
irgendwer hat auch gefilmt (an einem der anderen abende):

insgesamt fällt mir vor allem im nachhinein auf, wie vielschichtig das werk von peaches ist. denn die musik ist abwechslungsreich, und ich habe tatsächlich momente, wo ich denke: ach, das ist von peaches? oder dass „rock show“ irgendwie mit marilyn mansons „mobscene“ verschwistert ist. überhaupt manson, der ist im geiste oft mit dabei (peaches war vor einigen jahren auch mal seine vorband, wurde in der damaligen berlin arena mit bierbechern beworfen, aber er auch), aber peaches hat halt auch genug elektropunk im gepäck und beschert auch besinnliche momente, in denen das publikum den atem anhält. ich würd’s wieder tun, hingehen, atem anhalten, mitgehen. schön. checkt das making of hier, das ist auch gut.

peaches does herself

… und wir tun mit. naja, ein wenig jedenfalls. wegen viel zu später peaches-macht-ein-musical-wir-müssen-dringend-hin-aufregung war das alles tatsächlich auch schon ausverkauft, aber lcavaliero hatte die grandiose idee, einfach mal andere kanäle zu nutzen, und siehe: unter der „bedingung“, dass wir am samstag als statist_innen auf der bühne einspringen, kriegen wir für den sonntag plätze in der loge. wow. lc darf nicht, weil er zu klein ist, kriegt deswegen von mir (uneingelösterweise) sekt versprochen, und viola und ich übernehmen das, samstag eine stunde vor beginn, ohne proben ganz nach oben: wir sind „trannymals“, also in diesem fall wesen in glitzerburka mit einer 360°-perücke, so dass weder wir sehen, wo wir sind bzw. das publikum, noch irgendjemand erkennt, dass wir das sind. die aufgabe ist denkbar einfach: rumstehen, nach dem einen song („suckeeerrrrr!“) beim waber-sound geradeaus gehen, am ende der drehscheibe anhalten und noch zwei songs weiter rumstehen. hört sich einfach an, aber offenbar mussten bei den vorstellungen vorher die jeweiligen trannymals immer zurechtgerückt werden (weil sie in die falsche richtung liefen) bzw. von der drehbühne gefischt, wenn diese sich bereits zu drehen begonnen hatte (weil sie zu langsam liefen). die tänzer_innen, die bei unserer einweisung über die bühne springen und sich aufwärmen, rufen uns zu: wenn ihr es falsch macht, werdet ihr gefeuert, so wie die trannymals von gestern oder vorgestern. wir sind uns nicht sicher, ob sie „gefeuert“ meinen oder „verbrannt“, weil die szene irgendwie auch die hölle darstellen soll, aber sie lachen, und wir schneiden zur antwort irgendwelche grimassen. dann kriegen wir alles gezeigt, dürfen unsere sachen in der garderobe der tänzer_innen ablegen und kriegen das kostüm probeweise übergestülpt. das alles unglaublich freundlich und entspannt. können wir in die garderobe? na klar, hier, kein problem. habt ihr ein tuch gegen diese allergenen haare? na klar, pink oder schwarz, reicht das, ich hol es dir. stört es, wenn wir hier stehen? nein gar nicht, muss nur schnell gehen, kein problem, hier durch, da am rand seht ihr die vorstellung, ihr sollt ja auch etwas davon haben.

haben wir auch. später sieht uns niemand, wir sehen auch niemanden, ich kriege dank pinker extra-vermummung (unter dem kostüm) keinen asthma-anfall, laufe in die falsche richtung (viola dafür zu früh los), schwitze extrem unter dieser glitzerburka und kämpfe gegen sauerstoffmangel. glücklicherweise muss ich nur stehen. hinterher rennt uns joel in die arme, klar ist der auch hier (doppelrolle als hiphop-macker und irrer arzt), wir bleiben aber nicht zum zweiten teil, weil prinzessin hans im silver future auftritt. lieber am nächsten tag in ruhe von der loge aus. yeah.

chill the fuck out.


(Stuff Noone Told Me via Herm’s Farm)

Auch sehr schön: Monstrous Discrepancies zwischen eigener Annahme und Wahrheit.