Archiv für April 2010

schick: Rosenthaler Platz in Farbe

Ich dachte zunächst, wie kindisch, Farbe auf den Boden schütten und das noch lustig finden. Doch das ist es tatsächlich: Denn die Farbspuren breiten sich zu Flächen über den gesamten Rosenthaler Platz aus. Sehr schick. I like: Farbattacke am Rosenthaler Platz. Schafft ein, zwei, viele Rosenthaler Plätze!

heterosexuelle schokolade?

erstaunen und ärger: die wöchentliche zündfunk-redaktionssitzung, nächste woche planen, die beiden verantwortlichen haben kekse mit schoko-überzug besorgt, damit die ideen besser sprudeln. und dann: „reichst du mir mal bitte die kekse? oder sind die das mit der schwulen schokolade?“ – „nee, schwul sind die mit vollmilch.“ aha. ich wollte auch welche. „kann ich auch welche von den keksen mit der heterosexuellen schokolade haben? danke.“

licht und schatten bei der re: publica 2010

mehr aus zufall bin ich zur re:publica, obwohl ich neuerdings auch teilzeit professioneller blogger bin – aber der zündfunk fand eine veranstaltung interessant und schickte mich hin. ich bin dankbar, es war spannend, blogger aus iran und china erzählten von ihren erfahrungen und hoffnungen. im iran umgehen total viele leute die zensur über proxy-server (wo die meisten hier nicht mal wissen, was das ist – access über einen server woanders, so dass man internetsperren umgehen kann), in china (wo es inzwischen 300 mio user gibt) teilt sich die net-gemeinde in die, die die zensur akzeptieren und die, die sie umgehen und freies internet genießen. michael anti, der chinesische blogger, sagte das so: „you can only die once, not twice!“ und meinte damit: als twitter in china noch legal war, zensierte der staat fröhlich hinein. seit neun monaten ist die seite ganz gesperrt, folge ist, dass alle inhalte wieder offen liegen – wenn man erst die sperre umgangen hat.

veranstaltung vorbei, nic getroffen, sie schlägt vor, doch auch noch zum feminismus-panel zu gehen, und ich dachte, ja klar, gern. auf dem podium leute von genderblog, mädchenmannschaft, missy und die_standard, also schon ziemlich fitte und erfahrene leute, hätte ich jedenfalls gedacht. denn die veranstaltung an sich war eher mau, niemand wusste so richtig, was jetzt eigentlich besprochen werden sollte. ein update zum ähnlichen panel des letzten jahres? irgendwer auf dem podium erwähnte dann die kritik von antje schrupp, dass sich feministische blogs zu sehr um sich selbst drehen – alle nickten beifällig, aber mehr kam auch nicht. als aus dem publikum die frage nach mehr inhalten zu dem thema kam, wusste erst keiner eine antwort, dann kamen antworten mit „vernetzen“, „kampagnen“, „allianzen“, „gezielte aktionen“, ohne dabei konkret zu werden. in einer weiteren wortmeldung kritisierte eine frau, dass die panel-teilnehmer_innen zu wenig kämpferisch seien (stimmte), und es gebe immer noch einen klaren männer-überhang bei der re:publica (stimmte auch). die leute auf dem podium wiesen das zurück: feminist_innen würden immer als verbiestert angesehen, man wolle ja nicht rumpöbeln. und außerdem sei es doch toll, dieses panel zu haben, und es sei schon besser als im letzten jahr, mehr frauen. um es noch besser zu machen: am besten das feminismus-panel streichen, bis es wirklich wieder etwas zu sagen gibt, und lieber die anderen panels bereichern.

schöne überschrift

gute überschriften teil 17,5:

spiegel online: „power-paar im tratsch-tsunami“ über die ehekrise von caral bruni und nicolas sarkozy.

netzlese

zu viel versurft, und ich will das nicht alles hintereinander auf facebook posten:

  1. BVG-Übersichtskarte („Spinne“) mit Anagrammen der Stationennamen:
    http://www.konvulsator.de/bennynero/anagrammap.html
  2. katrin horn nimmt im genderblog lady gagas video zu „telephone“ auseinander
  3. ein sinnvolles schild:
    http://godhatesprotesters.files.wordpress.com/2010/03/liquor.jpg
    vom manchmal sehr lustigen blog godhatesprotesters.
  4. ok go, ein genialistisches video:
    (via indiestreber)