münchen lieben, zwei: [ja mei]

anderthalb tage in münchen, und schon die erste überforderung: sozialstress. tagsüber lauter nette leute, bekannte und unbekannte in luftigen höhen über münchen getroffen, abends dann das erste sozial-mammut-event anmoderiert – stammtisch im biergarten, respektive bierkeller, falls es regnet. ich will eigentlich hin, übe mich dann aber in alten berlinerismen: keine lust auf menschen im bierstadel, ausserdem müsste ich aus dem eigenen (seit anderthalb tagen wieder eigenen, hust) kiez raus und den ach-so-weiten sprung über die isar machen, dazu siehts nach regen aus. während ich noch am küchentisch sitze und hadere, klopft es an der tür, und das schicksal des abends ist durch einen mann mit taliban-bart entschieden (und seine crew natürlich). die scott matthews bleiben über nacht, auf dem weg von mailand nach sonstewo, waren einkaufen und zaubern ein abendessen mit shrimps-soße (igitt) und salat, den wir aus versehen mit dem katzenfutter-besteck aufschaufeln, der bekennend heterosexuelle und damit jedes hintergedankens unverdächtige manager übersetzt „mundart“ mit „mouth art“, es ist eine fröhliche runde. in berlin wäre man statt dessen zum essen zu dr. wong oder dem anderen neuen glutenfreien thai-itali-sushi-flammküchle-dönerladen um die ecke gegangen, einfach, weil man da ist nochmal raus unter die leute muss. münchen dagegen hat nichts ganz wichtiges, lehnt sich zurück und sagt: ja mei.