Archiv für März 2009

screaming infidelities

bei manchen sachen sollte man wissen, wo man sie stehen hat:

Tuning:

string 1: e tuned down 1 and 1/2 steps to d flat (db)
string 2: B tuned up 1 and 1/2 steps to d flat
string 3: G tuned down 2 and 1/2 steps to D flat (Db)
string 4: D tuned down 1/2 step to D flat
string 5: A tuned down 1/2 step to A flat (Ab)
string 6: E tuned down 1 and 1/2 steps to D flat

The result is that strings 1 and 2 have the same pitch and strings 3 and 4 have the same pitch

Tablature by Eric Tranvinh
As heard on The Swiss Army Romance
questions or comments? email at fookwanfoo@hotmail.com

Intro

db|--5-5-5-
db|--0-0-0-
Db|--0-0-0-
Db|--5-5-5-
Ab|--------
Db|--------

Verse

db|-4---4-4-4-4-4-4-4---4-4-4-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-5-5-5-
db|-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-
Db|-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-
Db|-4---4-4-4-4-4-4-4---4-4-4-X-X-X-X---X-X-X-X-X-X-X--X-X-X-0
Ab|---------------------------2-2-2-3---3-3-3-3-3-3-3---3-3-3-X-X-X
Db|-----------------------------------------------------------5-5-5-

db|-4---4-4-4-4-4-4-4---4-4-4-0-0-0-2---2-2---2-2-2-2---2-2---5-5-5-
db|-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0---0-0-0-0---0-0---0-0-0-
Db|-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0---0-0-0-0---0-0---0-0-0-
Db|-0---0-0-0-0-0-0-0---0-0-0-X-X-X-X---X-X---X-X-X-X--X-X--5-5-5
Ab|-X---X-X-X-X-X-X-X---X-X-X-4-4-4-2---2-2---2-2-2-1---1-1-
Db|-4---4-4-4-4-4-4-4---4-4-4---------------------------------------

Chorus (as for now we‘re gonna hear the saddest songs…)

db|-4-5-7---7-5-4---7---7-7-7-5-4---2-------4-------5-------5---5-5-
db|-0-0-0---0-0-0---0---0-0-0-0-0---0---0-0-0-------0---0-0-0---0-0-
Db|-0-0-0---0-0-0---0---0-0-0-0-0---0---0-0-0-------0---0-0-0---0-0-
Db|-0-0-0---0-0-0---X---X-X-X-------X---X-X-X------X---X-X-X--X-X
Ab|-0---------------7---7-7-7-------2---2-2-2-------5---5-5-5---5-5-
Db|-0-----------------------------------------------5---5-5-5---5-5-

db|-5-4-0-----0-0-0-2-------4-------7-----7-----7-----7-----7-------
db|-0-0-0-----0-0-0-0---0-0-0-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-0-0-0-----0-0-0-0---0-0-0-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-0-0-0-----------X---X-X-X-------X---X-X---X-X---X-X---X-X
Ab|-0-0-0-----------2---2-2-2-------7---7-7---7-7---7-7---7-7-------
Db|-----------------------------------------------------------------

Outro (Your hair is everywhere, screaming infidelities…)

db|-4---4-4---4-4---4-4---4-4-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
db|-0---0-0---0-0---0-0---0-0-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-0---0-0---0-0---0-0---0-0-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-4---4-4---4-4---4-4---4-4-------X---X-X---X-X---X-X---X-X-
Ab|-0---0-0---0-0---0-0---0-0-------5---5-5---5-5---5-5---5-5-------
Db|-----------------------------0---5---5-5---5-5---5-5---5-5----0--

db|-2---2-2---2-2---2-2---2-2-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
db|-2---2-2---2-2---2-2---2-2-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-2---2-2---2-2---2-2---2-2-------0---0-0---0-0---0-0---0-0-------
Db|-2---2-2---2-2---2-2---2-2-------X---X-X---X-X---X-X---X-X-
Ab|-2---2-2---2-2---2-2---2-2-------5---5-5---5-5---5-5---5-5------
Db|-2---2-2---2-2---2-2---2-2---X---5---5-5---5-5---5-5---5-5-

Ending

db|--5-5-5-4-----------------------
db|--0-0-0-0-----------------------
Db|--0-0-0-0-----------------------
Db|--5-5-5-4-----------------------
Ab|--------0-----------------------
Db|--------------------------------

theater

gestern im ballhaus ost im theater gewesen, ein stück, das nur aus einer abendessen-szene bestand, mit lauter plappernden leuten am tisch. immer wieder springen die schauspieler auf, gehen raus (in die vermeintliche küche), reden weiter, kommen dann wieder rein. irgendwann nach knapp einer stunde kommt eine situation, wo alle draussen sind und keiner mehr redet. stille – auch in der küche. ich denke: geniale idee.
dann fängt endlich jemand an zu klatschen.

anders demonstrieren grandios gescheitert

Demo „Wir bleiben alle“ für den Erhalt autonomer Freiräume – letzten Samstag in Berlin. Vorher wurde ein „neues“ Konzept ausgegeben: Demo ohne Schwarzen Block und ohne Musik. Vorhaben: Auch Leute außerhalb der Demo ansprechen, es weniger einen Spaziergang werden zu lassen, sondern mehr eine politische Veranstaltung mit klar inhaltlichem Anspruch. Tja. Grandios gescheitert.

Ob jetzt wirklich ein paar Leute weniger schwarz (und stattdessen bunt?) gekleidet sind, lässt sich schwer sagen, als die Demo am Hermannplatz losgeht. Schwarz ist offensichtlich nun mal die Lieblingsfarbe der meisten Teilnehmer_innen. Die Clown’s Army ist da, ein paar Leute haben sich grelle Perücken aufgesetzt, aber sonst ist alles eher normal – friedliche Leute, aggressive Cops. Dass keine Musik gespielt wird, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auch ohne Emma Goldman zitieren zu müssen. Außerdem darf bezweifelt werden, dass durch noch eine Grußbotschaft mehr aus Münster oder Erfurt oder eine Lageeinschätzung über Chiapas erfolgreich nach Außen gewirkt und für politische Anliegen geworben wird.

Bis zur Revaler Straße ist es weitgehend friedlich, dann kippt die Demo innerhalb von Minuten. Eben noch ein fröhliches Clown-Happening auf der Straße vor dem RAW-Tempel mit Büttenrede und feuerspuckender Stahlgitarre, dann ein paar Vermummte auf dem Dach, hochstürmende Polizisten – und in Sekunden eskaliert die Lage. Wutentbrannt wird der Polizeiwagen umringt und attackiert, Leute vermummen sich, holen Steine aus dem Fußweg. Ein Polizist versucht die Menge vom Wagen abzubringen, verfolgt dann einen Demonstranten in die Demo hinein, er ganz allein, wird gegriffen, das neongelbe Leibchen hängt in Fetzen, ich verliere ihn aus den Augen. Sein Kollegen kommen aus dem Haus, in den Wagen, fahren rückwärts davon – Steine fliegen, Vermummte verfolgen sie, der Damm ist gebrochen. Irgendwer ruft „Jetzt zur Frankfurter! Den Nazi-Laden plattmachen!“, und die Leute ziehen los, nach Norden, demolieren wahllos Autos auf dem Weg, kein Unterschied zwischen Mercedes, Kleinwagen und Familienauto; dumme Anarcho-Teenager, die Spaß an der Zerstörung haben und Krawall für ein politisches Konzept halten, auch noch Steine auf die Tram schmeißen, weil ihnen ein älterer Mann darin zu Recht einen Vogel zeigt.

Ich wittere Straßenschlachten und 1.-Mai-Stimmung, am Frankfurter Tor wird tatsächlich noch ein Streifenwagen umgedreht und „entglast“ (O-Ton Polizeisprecherin), aber der Sturm auf den Thor-Steinar-Laden bleibt aus, irgendwie diffundiert der so schnell entfesselte Schwarze Block doch wieder in die Demo, die geht die Frankfurter Allee runter und löst sich dann auf. Schade drum? Nö. Ein altbekanntes Ritual, gute Anliegen und ein paar Idioten, deren sinn- und wahlloser Zerstörungstrieb das Bild in den Medien bestimmt – und zwangsläufig auch in der unbeteiligten Bevölkerung. Ob vorher Musik gespielt wird oder nicht, ist da ziemlich egal.

Fotos auf Indymedia: eins, zwei.