festival queer beats, münchen

10 jahre candy club, thomas lechner organisiert sich ein festival mit seinen derzeitigen lieblingsbands – und anderthalbtausend leute feiern mit. ich auch. weil jutta noch ein und noch ein bier trinkt und der kilombomensch vergisst, uns ein taxi zu rufen, kriege ich nur noch den letzten song von beisspony mit – und den auch nur mit einem halben ohr, weil es echt schwer ist, ins cafe der muffathalle vorzudringen. zu viele leute. dabei ist es erst zehn. bei scott matthew wirds raummäßig nicht besser, hätte auch keiner erwartet. das publikum lauscht gebannt, aber ich quetsche mich auf zehenspitzen und wein balancierend wieder raus, weil ich charli xcx nicht verpassen möchte, die mit vorschusslorbeeren bedacht wurde (bei jetzt.de, hüstel). sie singt ihre eingängigen kindderreime, hüpft über die bühne, die menge geht ab und macht mit ihr sogar den dinosaurier.

wieder vorzeitig weg, um dance yourself to death zu sehen. die sind aus toronto und wirken etwas eingeschüchtert auf der großen bühne der muffathalle, aber kein wunder, ihr erstes konzert in europa und dann gleich da! sind aber gut. weiter im auge behalten. und wieder weiter, the ballet aus new york: der sänger ist milchbubi-unscheinbar, ich vergesse sein gesicht sofort, wenn ich woanders hinschaue, die bassistin steht wie festgewachsen, der keyboarder grinst ab und zu, weil er sich verspielt und es sein erstes konzert mit der band ist. plätschert so vor sich hin, ganz nett, aber etwas lahm, denke ich. doch dann sind es ausgerechnet die vermeintlich belanglosen songs von the ballet, die an den nächsten tagen in meinen ohren nachhallen. die schwulen belle&sebastian, der unprätentiöse queer-indie-soundtrack für den nachmittag. schön.

irgendwo treffe ich wieder auf jutta, sie schleift mich ins backstage, ich erzähle dj tobias thomas dort erfolglos meinen lieblingswitz. er schmunzelt nicht mal, also schnell weiter in die große halle zu stereo total. schon öfters gesehen, ich will eigentlich was zu trinken holen, aber kann mich nicht losreissen und springe auf die bühne, als brezel anfängt, die leute hochzuhieven. ganz charmant, ganz große show. so muss pop sein. oder wie bei my robot friend, auch wieder aus new york. die sind zu zweit, einer steht hinten und haut elektro-beats aus dem computer, der andere steht vorn in einem spacigen leucht-blink-anzug. bewegt sich roboterhaft, verzerrt seine stimme, filmt sich selbst mit einem kameraball, was hinter ihn auf die wand projiziert wird. geniale performance. und der anzug sicher ganz schön schwer.
dann bis in die morgenstunden party, thomas spielt best of candy, leute treffen, zu nic durchs kalte münchen, ein paar stunden schlaf und der triebwagengeschädigte bummel-ice nach berlin…

www.myspace.com/candy_club
www.candyclub.de


1 Antwort auf „festival queer beats, münchen“


  1. 1 Tante_Trude 14. Januar 2009 um 10:58 Uhr

    Du warst auf der Bühne? Mit all den Küken? Hab ich garnicht mitbekommen.
    Guter Post. Aber du hast vergessen die neue Frisur von Peaches zu erwähnen. Und außerdem scheint sich der Musikexpress in die Locas verliebt zu haben:
    http://www.musikexpress.de/Locas_In_Love__Tourtagebuch_aus_den_USA.html

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