Archiv für Februar 2008

ein gelber schmetterling heute früh im garten. 20 grad sollen es werden. februar.

würziger vegan-aufstrich von aldi

spaß mit weihnachten 2007

einmal Barbie Bar und zurück

erstaunlich gemütlich mit dem ICE hin, Geburtstag und Karaoke in der Weichselstraße, „was machst du eigentlich in München?“ (- „Das frag ich mich auch manchmal.“), kalt, Kastanienallee, Frühstück im Morgenrot, Mittag in Wannsee, Nachmittag mit Gitarre und Kaey im Schwuz-Keller, dann der angepeilte Höhepunkt: Wahl zur Miss Highest Hair – naja. Dank Name, Flair und Skurrilität mehr als die Summe der einzelnen lahmen Transenshow-Teile und tatsächlich höhepunktig, Vogelnest schlägt Amy Winehouse schlägt Knubbelkopf schlägt schwarzen Riesen-Tampon, weißer Rasierpinsel lief ausser der Reihe und verwaltete Sekt am Eingang. Sonntag Buchladen, Treffpunkt Boxi mit Flamingo-Kunst, im ICE nach Süden spontan Zeit mit Alltagshass auf Mitreisende verschwenden, Scott Matthew auf Thomas‘ Computer, Heizung kaputt, frieren, welcome, München.

Schokolade.

yes.

emotionslos anti-Nato

Anti-Nato-Demo anlässlich der Sicherheitskonferenz. Wie in Berlin zur Luxemburg-Liebknecht-Demo kommen hier alle linken Splittergrüppchen zusammen und demonstrieren unter einem beschränkten Miminalkonsens mit stupiden Parolen („Krieg dem Krieg an jedem Ort! Löst die Nato auf sofort!“). Viele ältere Friedensbewegte, Gewerkschaftsfunktionierende und Jugendliche in Punk- oder Hippie-Uniform, teilweise mit Bussen herangekarrt. Polizei bedrohlich auf allen Seiten, martialisch schwarz wie Omon-Einheiten, dagegen in der Demo kein wirklicher schwarzer Block, nur ein paar ziemlich junge Antifas, die zwei oder drei Feuerwerkskörper in pink oder grün über den Odeonsplatz schießen. Auf dem Heimweg werde ich von demo-touristischen Punks gesiezt. Danke. Aber sonst wars eigentlich ganz nett.
check sicherheitskonferenz.de

„Elite-Uni“ als Kindergarten: f wie Farce

Dit is Uni: Ich dachte, das Kapitel „Uni“ wäre für mich abgeschlossen, aber jetzt bin ich doch wieder dabei, sogar an einer sog. „Elite“-Institution. Dank Bachelorisierung mit Multiple-Choice-Prüfungen, die nicht Zusammenhänge abfragen, sondern auswendig gelernte Daten. Also eh nicht besonders sinnvoll. Zur Farce wurde das ganze aber bei der letzten Prüfung, „Einführung in die Kommunikationswissenschaft“. Weil der Prof spitz gekriegt hatte, dass die alte (sowieso relativ einfache) Klausur unter den Studierenden kursierte, änderte er seine (seit sechs Jahren immer gleiche) Prüfung. In Nuancen: von den vorgegebenen Antworten stimmt normalerweise eine oder keine. Hier musste bei mindestens der Hälfte der 68 Prüfungsfragen aber „f“ angekreuzt werden, für „keine der Antworten a bis e ist richtig“. Die vorgegebenen (falschen) Antworten unterschieden sich von den richtigen nur in Nuancen.

Beispiel:
Welches Bundesland bzw. welche Bundesländer betrieben die „Ostdeutsche Rundfunkanstalt“?
Als Antwortmöglichkeiten diverse Bundesländer, darunter „Brandenburg“, was richtig gewesen wäre, wenn in der Frage „Ostdeutscher Rundfunk“ gestanden hätte, so hieß das Ding nämlich in Wahrheit. Aber so: „f“ ankreuzen. „Keine der Antworten a bis e ist richtig.“

Das ist streng genommen korrekt. Besonders fair ist es aber nicht unbedingt. Und souverän auf Seiten des Professors erst recht nicht. „Den Studierenden zeig ichs!“, dachte der sich wohl: Rache für das Vorhandensein der alten Klausur! Wie peinlich. „Elite“, Studiengebühren und Bachelor führen offenbar zur Kindergartenisierung der Universitäten.

your own personal alternative


(vom klo der muffathalle)

dit is münchen

dit is münchen.
ja, hättick ja ooch nich jedacht, aber wat sollet, münchen, mann, wa. oder wie schrob (sic!) mir mein einer ex-chef: „Die Auslandserfahrung mit München ist gut. Ich habe mal drei Jahre in Stuttgart gelebt. Dagegen ist München eine Weltstadt.“ mit herz, möchte ich ergänzen, fünf euro ins phrasendromedar, aber recht hat er: stuttgart wär schlimmer. und jetzt weiter den zwischenraum gestalten. das habe ich noch nicht so ganz kapiert in dieser stadt: wo sind die besetzten häuser? wo die revolution der unangepassten? warum isses im kopfeck so laut und das glück so voll? wo gibts sojacappuccino in neuhausen? warum fühle ich mich am rotkreuzplatz immer so jung? warum war franco battiato ausverkauft? warum habe ich mich nicht getraut ihn anzusprechen? wo ist münchens sofia? und wie, verdammt, sagt man „Didi und Stulle“ auf bayrisch, wie sehen sie hier aus und, oh graus, wie würden sie sprechen?
tja. voll münchen, wa.